Und wieder einmal ist es soweit. Die Adventszeit ist angebrochen. In den Geschäften freilich schon viel früher, aber das lasse ich jetzt mal außen vor. Ich glaube da sind wir uns alle einig, dass es schwachsinnig ist schon Ende September die Weihnachtsmänner zu verkaufen.
Das groteske ist viel eher, dass soviele überhaupt noch Weihnachten feiern und sogar so viele Menschen in die Kirchen strömen an Heiligabend, dass die Pastoren den ganzen Tag mit Predigen beschäftigt sind. Der Großteil der Leute glaubt doch gar nicht und geht auch nur am 24. Dezember in die Kirche, als einzigen Tag im Jahr. Dementsprechend begrenzt ist dann wahrscheinlich oft auch das Bibelwissen, besonders der Jüngeren. Aber das stört mich ja auch nicht. Es ist mir völlig gleich, ob sie glauben, oder nicht, aber es ist komisch, nur um sich die "Weihnachtsstimmung" zu holen in die Kirche zu gehen und fast heuchlerisch (obgleich alle natürlich wissen, dass 90% der Anwesenden einfach nur so da sind).
Ein Fest zu feiern, dass für viele eigentlich nicht mehr bedeutet, als Geschenke, gutes Essen (was auf keinen Fall zu verachten ist) und stressige Familienfeiern scheint mir seltsam. Es gibt kein Fest, auf das man sich hier so exessiv vorbereitet, wie Weihnachten, obwohl die Essenz des ganzen eigentlich im ganzen Kommerz-Kram fast untergegangen ist, genauso, wie es auch ist, wenn es um Ostern geht.
Ich wäre die letzte, die sich über Geschenke beklagen würde, aber Weihnachtsmänner im Frühherbst und übertriebene Kommerzkacke kann man sich meiner Meinung nach sparen.
hel
Georgia
Tuesday, December 04, 2007
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4 comments:
An einer guten Wintersonnenwenndefeier gibt es auch für Nichtchristen nichts auszusetzen und der lustige dicke rote Mann hat mit Religion soviel am Hut wie CocalCola mit Kommunismus, von daher huldige ich ihm gern (indem ich am Wochenende tonnenweise Vannillekipferl in mich reinstopfe). Nein Weihnachten hat auch mit der ursprünglichen Weihnachtsgeschichte, der Geburt des Weltberühmten Wasserläufers hierzulande nicht mehr viel zu tun. Vielleicht ist das aber nicht mal unbedingt schlecht. Immerhin gehört der Glauben damit wieder ein Stück weit mehr den Menschen, die auch tatsächlich an ihn glauben.
mir ist klar, dass dieses Kommerzwesen mit Weihnachten nichts am Hut hat und dass Jesus`Geburt nicht an Weihnachten war und ein altes "heidnisches" Fest dafür umfunktioniert wurde.
Ich finde übrigens, dass Weihnachten immernoch für alle die es feiern (besonders, wenn sie dann die Krippen aufstellen und Stille Nacht singen etc) stark mit Jesus in verbindung gesetzt wird, aber eben nur in dem Sinne, dass es einem dann in den sinn kommt und nicht irgendeine tiefere Bedeutung hätte.
Der Glaube an ihn ist ja immer nur für die Gläubigen (die anderen haben ja schließlich keinen an ihn). Dann ergibt es nur immer noch keinen Sinn die Kirchen zu stürmen. Sie würden Pastoren viel arbeit und uns die Atemnot ersparen. Obwohl es vll ja auch positiv sein kann, wenn sie wenigstens ein mal im jahr in die kirche gehen. Ich tue einigen sicherlich auch unrecht, die zwar glauben, aber die kirche nicht unbedingt brauchen und es ihnen eben reicht ein oder zwei man im jahr in die kirche zu gehen.
Aber diesen alten brauch beizubehalten ist schon komisch...
Ich mich muss doch mal rechtferitge.
Ich glaube, ich gehe zwar auch waehrend des Jahres oefter mal zur Kirche aber grundsaetzlich mag ich Advents- und Weihnachtsgottesdienste am liebsten.
Es gibt so schoene Lieder in der Vorweihnachtszeit und die Stimmung ist einfach ganz anders.
Ausserdem ist es kind of tradtion am heiligabend in die Kriche zu gehen, demnach bin ich auch ganz sicher, dass ich daZeit hab ;)
Ja ich weiss, es ist schon hart, wenn man Glauben mit dem Terminkalendar abgleichen muss, aber wir leben nunmal in einer sehr schnellen und hektischen Welt.
Weihnachten especially Heiligabend ist ein Zeitpunkt um zur Ruhe zur kommen, Luft zuholen und - zur Kirche zu gehen.
Man hat kann den Stress der Adventszeit und letzten Einkaeufe, Weihnachtesfeiern und was niocht alles hinter sich lassen.
Das ist die andere Seite der Medallie.
Ich sage ja nicht, dass du nicht irgndwo im Recht bist, im Gegenteil.
Aber ich kann es auch verstehen, wenn Leute es nicht schaffen wannanders als Weihnachten in die Kirche zu gehen.
Btw: Ich hab als Kind ungeheuer wenig Zeit mit Glauben oder so verbracht und war allerhoechstens zu eihnachten in der Kirche und das wir jetzt wieder zu Weihnachten in die Kirche gehen kam mehr von mir... Also nichts gegen Kinder, die ohne religioesen haushalt aufwachsen... :)
Ich kenne genuegend Kinder, die ihre Eltern erst ueberreden muessen zum Konferunterricht gehen zu duerfen, weil die Eltern nichts von Religion halten.
Muss allerdings sagen, dass das bei meinen Eltern nicht so war. Sie stehen schon hinter ihrer Religion, nur das wir sie nicht wirklich in den Alltag einbringen oder halt oft zur Kriche gehen.
HDL
Becks
HDL
Becks
ich habe auch nichts dagegen, wenn man als christ in die kirche geht an weihnachten, weil man es eben sonst nicht schafft. Ich bin ja eh der meinung, dass kirche zwar toll sein kann, man es zum glauben aber nicht unbedingt braucht und auch nicht damit gleichsetzten darf.
und wenn du sagst du müsstest den Glauben mit dem Terminkalender abgleichen, dann meinst du wohl eher das Zur-Kirche-Gehen. Und das mache ich ja auch nicht anders. Die gewöhnlichen Sonntagsgottesdienste sind meistens eh nicht so meine Welt.
Ich habe auch nichts gegen Haushalte ohne religiöse Prägung, die habe ich ja auch nicht gehabt.
Auch ich bin von mir aus zum Konferunterricht gegangen und so. Meine Mutter hält Religion allgemein für Schwachsinn.
Ich kritisiere ja nicht die Menschen, die Glauben und eben nur ein oder zwei mal im jahr zur kirche gehen, sondern die menschen die gar nicht glauben, sondern negativ kritisieren und nur an Weihnachten mal so tun, als ob.
Dabei hast du natürlich recht, dass man dabei den Stress einfach mal hinter sich lassen kann.
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